Sehenswürdigkeiten in Stralsund 
Sehenswürdigkeiten in Stralsund

Sehenswürdigkeiten in Stralsund


Nikolaikirche Stralsund

An der Ostseeküste in Stralsund ist ein seltenes Beispiel nordischer Hallenbaukirchen erhalten – die Nikolaikirche. Ihren Namen trägt die Pfarrkirche nach dem Schutzheiligen der Seefahrer, Nikolaus von Myra. Steht man am Neuen Markt gleich hinter dem Rathaus, beeindruckt nicht nur der 103 Meter hohe Südturm des Gebäudes, noch viel auffälliger ist der Haupteingang der Kirche. Vorgänger der im 13. Jahrhundert erbauten dreischiffigen Basilika war eine eintürmige Hallenkirche. Die in nordischer Backsteingotik erbaute Kirche zeugt von dem Selbstbewusstsein und dem Machtanspruch der Stralsunder Handels- und Geschäftsleute in Zeiten des Hansebundes. Allein der 12 Meter hohe Hochaltar besitzt über 100 geschnitzte Figuren. Die vier herausgearbeiteten Holzplatten zeigen die Kreuzigung Jesu mit Maria Magdalena, Pontius Pilatus und den Weisen aus dem Morgenlande. Neben dem Hochaltar befanden sich 56 weitere Altäre in der Kirche. Sie waren den einzelnen Ständen wie Zimmerleuten, Schmieden oder vornehmen Familien vorbehalten. Während des mittelalterlichen Kirchensturms gingen viele von ihnen verloren. Der ursprüngliche Aufbau der Nikolaikirche hatte kein Gestühl für das gemeine Volk. So wurden die Sitzgelegenheiten nach der Zugehörigkeit zu einer Berufsgruppe vergeben. Neben dem Gestühl der Rigafahrer, der Bergenfahrer findet man auch im südlichen Seitenschiff das der Goldschmiede. Auf ihrer Vorderseite ist die Schutzheilige Eligius zu sehen. Weitere besondere Attraktionen der Inneneinrichtung sind das Taufbecken aus dem Jahr 1732 und die große Kirchenorgel aus dem 19. Jahrhundert. Das Taufbecken ist reich mit Engelsköpfen verziert, während die Orgel mit ihren 55 Registern und nahezu 4000 Pfeifen ein Prunkstück des damaligen Musikinstrumentenbaus ist. Nach ihrer Renovierung gilt die Stralsunder Nikolaikirche als einer der schönsten Kirchenbauten Nordeuropas.


St.-Marien-Kirche

Im Norden Deutschlands, am herrlich gelegenen Strelasund, eine kleinen Meerenge der Ostsee, liegt das Tor zur Insel Rügen die ehemalige altehrwürdige Hansestadt Stralsund. In ihrer mehr als 850-jährigen Stadt Geschichte erblühte Stralsund zu einen der bedeutendsten Ostseehandelszentren. So wie auch in anderen Städten, künden heute noch die historischen Kirchenbauwerke der Stadt von der vielfältigen, mit Höhen und Tiefen verbundenen Stadtentwicklung. Mitten in der seit dem Jahr 2002 zum UNESCO Welterbe gehörenden historischen Altstadt Stralsunds, finden wir eine der schönsten und in der Blütezeit der Norddeutschen Backsteingotik erbauten Kirchen der Stadt, die St.-Marien-Kirche. Dieses einzigartige Bauwerk in der historischen Stadt Geschichte ist weit über die europäischen Grenzen mit seinem „Marienkrönungsaltar“ und der „Stellwagenorgel“ bekannt. Das als Basilika am Neuen Markt von Stralsund im Jahre 1298 erstmals in den Stadtchroniken und Urkunden erwähnte Kirchengebäude ist in seiner Architektonik ein Meisterwerk der Spätgotik des gesamten mitteleuropäischen Raumes. Seine imposante Gestalt mit der dreischiffigen Kirche, den Querhäusern, Chor, dem Kapellenkranz und seinem 104 Meter hohen Turm, machen die St.-Marien-Kirche zu einem der Wahrzeichen der Stadt Stralsund. In den Jahren 1360 bis 1380 erbaut, wurde sie im Mittelalter beständig um-und angebaut. So entstand 1416 die Westseite der Kirche mit dem Vorgängerturm, welche ehemals eine Höhe von 151 Metern besaß und dessen Fundament auf einem 14 Meter tiefen Eichenrost stand. Leider ist uns von diesem Turmbau der Kirche nur dessen Beschreibung in den überlieferten historischen Schriften erhalten geblieben. Nach den Aufzeichnungen der Stadtchronisten brannte dieser im Jahr 1647, vermutlich durch einen Blitzschlag ausgelöst, bis auf die Grundmauern nieder. Im Jahre 1708 erfolgte sein Wiederaufbau in der Form, welche uns noch heute erhalten geblieben ist. Nicht nur die äußere Architektur der Kirche ist von erstaunlicher Schönheit, auch im Inneren des Kirchenbaues hält diese Kirche viele Sehenswürdigkeiten für den Besucher bereit. So ist sie mit vielen gotischen Malereien ausgestaltet und an der Westturmwand kann die Besuche ein aus dem Jahr 1480 stammendes und in seiner Darstellung wohl eher als ungewöhnlich zu bezeichnendes Kruzifix bewundern. Die wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten der St.-Marien-Kirche sind jedoch der sich im Zentrum der Kirche befindliche „Marienkrönungsaltar“ aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und die Historische Stellwagen Orgel aus der Zeit des Barocks im 17. Jahrhundert.


Deutsches Meeresmuseum

Das Deutsche Meeresmuseum mit seinen vier Standorten und entsprechenden thematischen Schwerpunkten bietet für Kinder wie für Erwachsene einen faszinierenden Einblick in die Natur, das Meer und die meeresspezifische Tier- und Pflanzenwelt. Hier können Besucher alles zu den Themen Mensch und Meer, Wale, Geschichte der Fischerei, Meereskunde oder die Ostseeküste erfahren. In festen Ausstellungen, aber auch in interessanten Sonderschauen, werden diese Themen anschaulich dargestellt. Das Meeresmuseum befindet sich gut erreichbar in der Stralsunder Altstadt im ehemaligen Kloster St. Katharinen. Hier können Besucher sich über Meereskunde, Flora und Fauna der Ostsee informieren und verschiedene Tierarten wie Fische oder Schildkröten in zahlreichen Aquarien beobachten. Die Abteilung Natureum befindet sich am Leuchtturm Darßer Ort. Hier gibt es Informationen zur hiesigen Naturlandschaft Darßer Ort, der Ostsee und den Tieren der Region. Hier locken ein Feuchtbiotop, Ostsee-Aquarien und ein Strand- und Dünengarten. Das Nautineum befindet sich auf dem Dänholm in Stralsund. Hier stehen Exponate zur Fischerei und zur Meeresforschung. Besonders für Kinder spannend sind hier der Abenteuerspielplatz, aber auch die spektakulären Großobjekte wie Kutter, Boote, Fischerschuppen und ein Unterwasserlabor. Das Ozeaneum befindet sich auf der Stralsunder Hafeninsel. An diesem Standort steht die Unterwasserwelt im Mittelpunkt. Ein toller Spaziergang vermittelt hier Eindrücke aus Nordsee, Ostsee und dem Nordatlantik. In dieser Ausstellung werden Forschungsarbeit, die Weltmeere, ihre Nutzung und Wale vorgestellt. Die Geschichte dieses einzigartigen Museums reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als der Standort des Museums, das Dominikanerkloster St. Katharinen gegründet wurde. Dieses Kloster wurde verschiedentlich genutzt. Erst 1951 wurde hier ein Museum eingerichtet, die bescheidenen Anfänge des Museums mit Terrarien und Aquarien. In den 1960er Jahren wurde das Museum erweitert und umbenannt. 1991 begann man mit der Errichtung der Außenstelle Natureum. Acht Jahre später folgte schließlich die Eröffnung des Nautineums, bevor zu guter Letzt im Jahr 2008 das Ozeaneum folgte.


Kulturhistorisches_museum

Das Kulturhistorische Museum wurde im Jahr 1858 zunächst als Provinzialmuseum für Neuvorpommern und Rügen ins Leben gerufen. Die Sammlung des Hauses bestand zu Anfang aus dem Nachlass des schwedischen Gouverneurs Axel Graf von Löwen, der seine Sammlung der Stadt Stralsund hinterließ. Das Museum gehört damit zu den ältesten Museen in Mecklenburg-Vorpommern. Im Laufe der Zeit war das Museum in verschiedenen Räumlichkeiten untergebracht, der Zweite Weltkrieg unterbrach etwa den Neubau in der Mönchstraße. Das Museum ist dennoch seit 1924 hauptsächlich im Dominikaner-Kloster St. Katharinen untergebracht. Die Museumsbesucher erfahren spannende Details zur Stadtgeschichte, die bis ins Jahr 1234 zurückgeht. Zu den sehenswerten Ausstellungsstücken gehört der Hiddenseer Goldschmuck, gotische Altäre, sakrale Kunst, mittelalterliche Paramente, sowie Alltagsgegenstände und Gemälde, etwa von Caspar David Friedrich oder Philipp Otto Runge. Barocke Möbelstücke und eine Fayence-Sammlung gehören ebenfalls dazu. So sind die drei Hauptbereiche der Ausstellung die Ur- und Frühgeschichte, die Stadtgeschichte sowie Kunst und Numismatik, also die Münzkunde. Im Bereich der Stadtgeschichte stehen vor allem die mittelalterliche Tradition, die Vergangenheit als Hansestadt und die wirtschaftliche Bedeutung für die Region im Vordergrund. In den weiteren Standorten des Museums in der Mönchstraße sowie im historischen Speicher ist weiterhin u. a. eine Spielzeugsammlung und technische Exponate zu sehen. Dazu kommen neben den festen Ausstellungsteilen wechselnde Sonderschauen. Führungen, thematische Stadtrundgänge, Vorträge und Konzerte oder Lesungen komplettieren die Ausstellungen. So gehört zur Arbeit der Mitarbeiter nicht nur das Ausstellen und Präsentieren, auch Forschungsarbeit, Sammlungen und das Bewahren von Kulturgütern und Kunstschätzen ist eine wichtige Aufgabe auch für zukünftige Generationen.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Stralsund

Bundesland:
Mecklenburg-Vorpommern

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
13 m ü. NN

Fläche:
38,97 km²

Einwohner:
57.778

Autokennzeichen:
HST

Vorwahl:
03831

Gemeinde-
schlüssel:

13 0 05 000



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